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23 Stunden Box Haltung

Was ist 23 Stunden Box Haltung? Was bringt sie fur Vorteile?

Die 23 Stunden Box Haltung ist fur das Pferde eine der unnaturlichsten und schlimmsten Haltungsformen die es gibt. Die Pferde stehen meist in Gitterboxen ohne direkten Kontakt zu den Artgenossen. Meistens auch noch eingedeckt. Weidegang gibt es so gut wie nie. Im Grunde hie?e es also 24 Stunden Box Haltung, da eine Stunde taglich aber geritten wird, hei?t es 23 Stunden Box Haltung.
Die Vorteile dieser Haltung sind:

Welche Nachteile hat die 23 Stunden Box Haltung?

Die Pferde werden alles andere als artgerecht gehalten, sie kommen kaum (oder gar nicht) auf die Weide und haben keinen richtigen Kontakt zu ihren Artgenossen.
Pferde sind Lauf- und Herdentiere. Bei dieser Haltung wird beides unterdruckt. In der Natur leben Pferde in der Herde, mit Kontakt zu ihren Artgenossen. Hier stehen sie in Boxen, wo jeglicher sozialer Kontakt durch Gitter meist vollig verhindert wird. Da Pferde eben Lauftiere sind, ist es um so schlimmer, wenn sie 23 Stunden taglich in der Box stehen.
So kommt es oft zu Verhaltensstorungen. Die Pferde haben schlechte Abwehrkrafte und meist auch keine guten Hufe. Sie sind oft ubernervos und unausgeglichen.

Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Verdauungssystems und Gelenkserkrankungen werden durch diese Haltung begunstigt.

Wenn man erfolgreich Turniere reiten will, geht es nicht anders.

Wenn es wirklich nur mit 23 Stunden Box Haltung geht, dann sollte man die Turnierreiterei lassen. Ansonsten gibt es Paddockboxen und auch gegen Weidegang in kleinen Gruppen durfte nichts einzuwenden sein.

Wenn ich man ein solches Pferd auf die Weide lasst, spinnt es rum, verletzt sich oder springt wohlmoglich uber den Zaun. Weidegang ist viel zu gefahrlich!

Tja, diese Erfahrung werden wohl die meisten Leute, die ihre Stallpferde nach ewiger Zeit in der Box endlich mal auf die Weide lassen, machen. Die Pferde freuen sich dann so uber die plotzliche Freiheit, dass sie eben ubermutig uber die Weide springen und es gar nicht fassen konnen, dass sie plotzlich so viel Freiheit haben. Dann kommt es eben doch mal vor, dass ein Pferd sich verletzt. Aber auch das geht vorbei und wenn man ein Pferd ofters rausstellt, wird es auch nicht mehr so rumspringen und es gibt fast keine Verletzungen mehr.
Noch ein Tip: Meistens bleiben die Pferde ruhiger, wenn man sie auf der Weide noch ein paar Minuten an der Hand grasen lasst und sie dann unauffallig losmacht.

Faszit:

Es gibt Alternativen zu dieser Haltungsform und man kann einen Mittelweg finden. Es sollte keinen Grund geben, das LEBEWESEN "Pferd" in Gitterboxen zu sperren und es somit seiner ganzen naturlichen Freiheit zu berauben. Mit Menschen macht man so was, wenn sie ein schweres Verbrechen begangen haben, Pferde verurteilt man unschuldig zu lebenslanglicher Gefangnisstrafe. Wie wurden wir reagieren, unschuldig ins Gefangnis zu kommen? 23 Stunden taglich auf engstem Raum und dann auch noch in einer Einzelzelle? Trotz der Tatsache, dass wir eigentlich von Natur aus Hohlenbewohner sind...
...ich denke, diese Frage kann sich jeder selbst beantworten.
 


Zuruck