Trakehner

Der Trakehner kommt aus Ostpreußen, die dortige Zucht hat eine über tausendjährige Geschichte. Sie basiert auf der alten Landrasse der Schweiken, einem bäuerlichen Kleinpferd, das vermutlich vom Tarpan abstammt. Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. gründetet das Hauptgestüt Trakehnen, das die Landgestüte mit Beschälern belieferte. Zur Veredelung des Trakehners wurden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts vor allem orientalische Hengste eingesetzt, anschließend überwog der Anteil Englischer Vollblüter. Das vollblütige Element wurde so gravierend, das der Trakehner in Erscheinungsbild und Eigenschaften, trotz der Bezeichnung als Warmblut, dem Anglo Araber nahezu gleich kommt.
Vor dem zweiten Weltkrieg war Ostpreußen mit etwa 40 000 Mutterstuten das größte geschlossene Zuchtgebiet Deutschlands. Bei Kriegsende gelangten nur etwa 1000 Zuchttiere nach Westdeutschland. Da die Tiere in Trecks marschierten, glich die Flucht einer äusserst harten Leistungsprüfung. Aus diesem Restbestand, zu dem erstklassige Beschäler zählten, konnte sich nach dem Krieg in der Brundesrepublik eine neue Trakehnerzucht aufbauen, die sowohl als eigenständige Rasse, als auch im Veredlerbereich ihren festen Platz behauptet.
Die Widerristhöche des edelsten und elegantesten deutschen Warmblutpferdes beträgt zwischen 160 und 165 cm Stockmaß. In den Fellfarben überwiegen Füchse, Braune und Rappen, aber auch Schimmel kommen vor. Die Trakehnerzucht hat vor allem bedeutende Dressurpferde hervorgebracht.

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